Mär09

Beratung über Hilfen für Flüchtlinge

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RHEINPFALZ 09.03.2016

Bereitwillige Dammheimer beraten über Hilfen für Flüchtlinge

Über 30 Männer und Frauen waren am Montagabend dem Appell von Dammheims Ortsvorsteher Florian Maier (SPD) gefolgt, sich für die Flüchtlinge im Ort ehrenamtlich zu engagieren. Im Clubhaus des SV Dammheim neben der Turnhalle wurden viele Vorschläge gemacht.
Zu den knapp 40 Flüchtlingen im Ort sollen, wie berichtet, weitere in einigen Wochen im Hotel "Schwanen" untergebracht werden. Schon bisher hätten die Bürger für Flüchtlinge im Ort viel geleistet, lobte der Ortschef. Kerstin Braun, Dammheimer Ratsmitglied, schilderte die vielen Hilfestellungen und Unterstützungen der Flüchtlinge durch nicht wenige Menschen im Ort, "wobei wir aber jetzt an unsere Grenzen gestoßen sind, nachdem ja in allernächster Zeit weitere Flüchtlinge hinzukommen". Der Gang zum Arzt, Einkaufen, das Erklären der Buslinien, das Ausfüllen von Formularen und vieles mehr sei notwendig, damit sich die Flüchtlinge orientieren können. Ortschef Maier lobte in besonderer Weise Rolf Steinel, "der eigentlich für alle Bereiche Verantwortung übernimmt, von Fahrradreparaturen der bereits gespendeten Fahrräder bis zum Bemühen, junge Fußballer in die Vereine zu holen". Sei Hilfe notwendig, "unser Rolf ist immer und für alles bereit zu helben", dankte Maier.
Die Tunesierin Lobna ElAoud, Fremdsprachenkorrespondentin, in Deutschland geboren, perfekt Deutsch und Arabisch sprechend, und in Dammheim wohnhaft, sei ein echter Glücksfall für die Gemeinde. Sie begleite die Flüchtlinge bei ihren ersten Schritten, übersetze und sei eine große Hilfe.
SPD-Ratsmitglied Magdalena Schwarzmüller wies auf das sehr gut funktionierende "Cafe Asyl" in Landau hin, wo sich die Menschen aus verschiedenen Kulturen austauschen können. Lobna ElAoud regte daraufhin an, im "Schwanen" ebenfalls eine solche Begegnungsstätte einzurichten, was von allen Anwesenden unterstützt wurde. Auch der neue Leiter des Sozialamtes, Jan Marco Scherer, signalisierte Zustimmung, "wenn es die Baulichkeiten zulassen". Hans-Hermann Tombrink fand den Vorschlag Schwarzmüllers, Flüchtlingen für die Überlassung eines Fahrrades zehn Euro abzuverlangen sehr gut, weil dadurch viel sorgfältiger damit umgegangen und dem Flüchtling das Gefühl vermittelt werde, "Eigentümer" zu sein. Mobolität durch Fahrräder sei für die Flüchtlinge sehr wichtig, sagte Florian Maier bei seinem Appell, "möglichst viele Fahrräder zu spenden".
Walter Klein berichtete, dass er eine junge Flüchtlingsfamilie im Haus wohnen habe, mit der er ein prima Verhältnis habe. Die Familie erwarte bald Nachwuchs. (ohu).
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