Geschichte Dammheims

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes, ursprünglich ein Dinghof, taucht 957/960 n. Chr. bei einem Weinberg-Gütertausch des Bischofs Gottfied I. von Speyer mit einem Junker namens Rudolf von Zeiskam auf. Die Entstehung selbst dürfte in die Zeit der fränkischen Landnahme (um 600) fallen.
Die Erklärung des Namens ist unklar: ob „Damm“ gegen das Hochwasser der nahen Queich (Heim am Damm) oder gar von „Stiftsdamen“ des Klosters Eußerthal? Eine Marienkirche zu „Dammheim“ wird 1261 erstmals erwähnt. 1278 haben wir mit Sigulo von Dammheim, der als Zeuge aufritt, den Nachweis eines Ortsadels.
Im November 1292 schenkte König Adolf von Nassau (1292-1298) der Stadt Landau den Königshof und damit das Dorf Dammheim, das nunmehr mit der Reichsstadt Landau politisch verbunden ist. Die Aufsicht übernahm ein als „Vogt“ bezeichnetes Mitglied des Stadtrates. Aus einer Art Rechtssatzung von 1488 ist zu entnehmen, dass diesem das Recht zustand, im Dorf „mit Schwert und Strang zu richten“.
Dammheim blieb eng mit der Geschichte der benachbarten Stadt Landau verbunden und wechselte wie diese im Verlauf des Dreißigjährigen Krieges siebenmal den Besitzer. 1792 wird es wieder eigenständig, 1814 nach dem 1. Pariser Frieden dem Kanton Edenkoben zugeschlagen, 1816 dem bayrischen Kanton Landau. 1972 wurde Dammheim nach Landau eingemeindet.

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